Bericht: Zita Rock & Folk Festival 2010
Juni 11, 2010 | No Comments | Eventbericht, Featured
Das nunmehr dritte Zeit Rock & Folk Festival, welches auch in diesem Jahr wieder in der Zitadelle Spandau über die Bühne ging war erneut ein voller Erfolg.
Eröffnet wurde die Sause von der Band Staubkind, welche stimmungsvoll die Menge auf das noch kommende einstimmten. Ein buntes Potpouri aus ihrem Repertoire performte die Band mit großer Spielfreude und die Anwesenden zeigten sich schon zu diesem Zeitpunkt begeistert.
Atmosphärisch ging es anschließend mit Lacrimas Profundere weiter. Die düstere Stimme von Sänger Rob Vitacca verzauberte die Menge vom ersten Ton an. Souverän spielten Lacrimas Profundere eine Abwechlungsreiche Setlist in der natürlich auch Songs wie “Ave And” und “Amber Girl” nicht fehlen durften.
Ob es wohl am Wetter lag, das Chris Pohl und seine Jungs von Terminal Choice dann bestens gelaunt die Bühne betraten? Oder waren es die Fans, die begeistert mitfieberten und Hits wie “We Are Back” und “Collective Suicide” regelrecht zelebrierten. Chris Pohl konnte das Publikum mühelos auf seine Seite ziehen und zum ausgiebigen Mitsingen animieren. Zwischendurch wurde der Auftritt immer wieder mit Scherzen der Band aufgelockert. Nach viel zu kurzen fünfzig Minuten mussten Terminal Choice dann aber die Bühne räumen, denn es war Zeit für Megaherz.
Auch Megaherz hatte offensichtlich sehr viel Spaß an Ihrer Show und rissen die Menge direkt in Ihren Bann. Aber die eigentlichen Highlights sollten noch kommen. Zwei hochkarätige Gastmusiker gaben sich die Ehre. Zuerst betrat Staubkind noch einmal die Bühne, um gemeinsam mit Lex den Staubkind Remix von “5. März” zu performen. Hier war eine Gänsehaut unausweichlich. Aber der absolute Kracher war der Besuch, der sich zum Hit “Miststück” ankündigte. Niemand geringeres als die ehemalige Stimme von Megaherz und der jetzige Frontmann von Eisbrecher Alexx betrat die Bühne, um gemeinsam mit Lex diesen Song zu präsentieren.
Nach diesem grandiosen Auftritt, war es an der Zeit, für ein wenig Abkühlung zu sorgen. Doch diesen Effekt konnten Eisbrecher leider nicht auslösen. Ganz im Gegenteil: Die Menge begann spätestens jetzt zu kochen. Da half auch der Titel “Esizeit” nicht mehr. Eisbrecher haben mit großem Spaß eine sehr abwechslungsreiche Setlist performt und Frontmann Alexx hat das ganze immer wieder mit witzigen Zwischeneinlagen abgerundet. Auch die Einlage mit der Akustik Gitarre, bei der Alexx sein Medley aus “Tränen Lügen Nicht” und Lenas “Satellite” durfte natürlich nicht fehlen.
Nun waren alle in der richtigen Stimmung für den Headliner des ersten Tages, ASP. Diese eröffneten mit dem Titel “Denn Ich Bin Dein Meister” ihr Set und das Publikum feierte durchgehend jeden einzelnen Titel ab. Als ASP dann den Kracher “Ich Will Brennen” anstimmten, war das Publikum außer sich und ging richtig ab. Am Ende dieser Show gingen die Besucher schweißgebadet und voller Vorfreude auf den zweiten Tag nach Hause.
Dieser stand dann ganz im Zeichen der mittelalterlichen Klänge. Schon Coppelius, die diesen zweiten Tag eröffnen durften schafften es recht gut, die Menge mit Songs wie “Operation” und “Schöne Augen” zum tanzen zu animieren.
Eher gemütlich war dann die Ablösung in Form von Faun. Trotz des Handicaps, das Faun aufgrund der Schwangerschaft von Sängerin Sandra Elflein auf eine Ersatzsängerin zurückgreifen mussten bauten Faun eine wunderbare Atmosphäre auf, die das gesamte Konzert über gehalten wurde.
Diese Atmosphäre wurde jedoch von Tanzwut zunichte gemacht und das elektronische Alter Ego von Corvus Corax verwandelte die Menge in einen Hexenkessel. Tracks wie “Ihr wolltet Spaß”, “Das Meer” und “Lügner” schafften es problemlos, die Fans zum ausgiebigen Party machen zu animieren.
Anschließend war es Zeit, mit Saltatio Mortis zu feiern. Auch diese Band hatte ein sehr abwechslungsreiches Set im Gepäck und rockte mit viel Spaß die Zitadelle. Anscheinend war das Publikum auch hier noch nicht müde und gab alles, um auch für die Band diesen Auftritt fast schon unvergesslich zu machen.
Nun war es an der Zeit für die Jungs der Letzten Instanz. Den Umstand, das hier vor kurzem erst der Drummer ausgetauscht wurde, konnte man kaum wahrnehmen aber dafür blieb auch keine Zeit, da Sänger Holly fast die ganze Zeit gutgelaunt Aktionen vom Publikum verlangte. Diese machten natürlich bereitwillig mit und genossen sichtlich die abwechslungsreiche Setlist, welche natürlich auch Tracks wie “Das Stimmlein” und “Der Garten” beinhaltete.
Den Abschluß dieses wirklich gelungenen Festivals bildeten dann Subway to Sally, die wie üblich keine Probleme hatten, die Fans in Ihren Bann zu ziehen. Routiniert und wohlgelaunt spielten Sie einen Knaller nach dem anderen. Auch die obligatorischen Pyro-Effekte durften hier natürlich nicht fehlen. Den Abschluß bildete traditionell der Dauerbrenner “Julia Und Die Räuber”, der wie üblich noch lange nach Ende des Konzertes von den Fans mitgesungen wurde.
Insgesamt war das Zita Rock & Folk abermals ein wirklich gut organisiertes Festival, welches erneut mit einem Traum Line-Up trumpfen konnte. Wir freuen und aufs nächste Jahr!
Für diejenigen, die es nicht erwarten können, sei noch erwähnt das bereits am 1. August der Vorverkauf für die nächste Ausgabe startet und auch die ersten Bands werden in Kürze bekanntgegeben.
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